Tränenreiche Trennung – Was tun, wenn das Kind beim Verabschieden im Kindergarten weint?

Wenn ein Kind in den Kindergarten geht bringt dies nicht nur für das Kind neue Situationen mit sich. Auch die Eltern werden in der Phase des Kindergartenalters ständig vor neue Herausforderungen gestellt. Eine oftmals belastende Situation für alle Parteien (ja, auch für die Erzieher/innen ist dies nicht immer einfach!) ist wohl eine tränenreiche Trennung zwischen den Kindern und den Eltern.
Luisa arbeitet selbst in einer Kita und beleuchtet für uns heute einmal die verschiedenen Szenerien.

Morgens 8 Uhr im Kindergarten – Die Bringzeit ist in vollem Gange, das Haus füllt sich.
Eltern begehen mit ihren Kindern die gewohnten Rituale:
An der Garderobe umziehen, in die Gruppenräume laufen, sich verabschieden.
Ein Gedanke ist schon bei dem, was danach kommen wird – bei dem Weg zur Arbeit, dem Einkauf oder dem Haushalt.
Die Erzieherin steht lächelnd bereit, um das Kind in Empfang zu nehmen.
Alles ist wie immer – bis:

Kleine Ärmchen, die um Mamas Hals liegen.

Ein Kopf, der sich tiefer und tiefer in Papas Halsbeuge einkuschelt.

Die Worte „Ich will wieder heim gehen!!!“

Und Erwachsene, die einen Moment aus dem gewohnten Trott kommen.

Ratlose Blicke treffen sich: Was nun?

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„Wenn nur das, worauf Kinder Lust haben, zur Richtschnur der Eltern wird, werden die eigentlichen Bedürfnisse des Kindes nicht befriedigt“

sagt Jesper Juul, dänischer Familientherapeut und Gründer des Elternberatungsprojektes Familylab International.

Soll das also heißen, wir Erwachsenen ignorieren die Aussage des Kindes besser und lösen die Situation so, wie es für uns am einfachsten scheint?

Nein.

Vielmehr sollten wir gemeinsam ergründen, was die Reaktion des Kindes verursacht hat. Erst dann sind wir in der Lage, es darin zu unterstützen, seine Bedürfnisse zu stillen.

Dieser allgemeine Umgang mit kindlichen Gefühlen, basierend auf deren Bedürfnissen, ist entscheidend und beeinflusst deutlich, wie sich das Selbstwertgefühl, die emotionale Stabilität, die Intelligenz und das Sozialverhalten eines Kindes entwickeln.

Um Herauszufinden, warum das Kind diesen Schmerz bei der Trennung erlebt, ist es sinnvoll, seine momentane Lebenssituation zu überdenken.

Im Folgenden habe ich ein paar fiktive Beispiele aufgelistet, die verdeutlichen sollen, wie verschieden die Hintergründe des kindlichen „Ich will wieder heim gehen!!“ sein können.

Die kleine Tina (3)* ist erst seit einer Woche im Kindergarten. Anfangs verabschiedete sie sich noch problemlos und spielte alleine, bis sie wieder abgeholt wurde. Zu den Erwachsenen und den Kindern hat sie keinen wirklichen Bezug aufgebaut, wirkte aber bisher zufrieden. Nun weint sie morgens und möchte nicht, dass die Eltern gehen.

Kinder, die neu in den Kindergarten kommen, empfinden diese fremde Welt erst einmal als sehr wundersam, aufregend und spannend. Sie erkunden alles und sind dadurch abgelenkt.
Um sich aber dauerhaft wohl zu fühlen ist eine tragfähige, verlässliche Bindung unerlässlich. Deshalb ist es wichtig, dem Kind in den ersten Wochen eine feste und erst einmal konstant verfügbare Bezugserzieherin zur Seite zu stellen, die es dabei unterstützt, sich einzufinden.

Wenn es über Tage hinweg Vertrauen gefasst hat, in ihrem Beisein sicher spielt, die Umgebung erkundet und sich bei Trauer, Wut oder Frustration von ihr trösten lässt, kann eine -anfangs kurze, dann behutsam zeitlich verlängerte- Trennung von den Eltern erfolgen.

Das muss nicht heißen, dass das Kind sich unbedingt auch an die Erzieherin gebunden hat – manchmal übernimmt ein spezielles Spielzeug oder ein bestimmter Raum im Kindergarten für das Kind die Funktion des „sicheren Ortes“… das ist von Kind zu Kind ganz unterschiedlich.
Obwohl diese Bindung also eine erfolgreiche Eingewöhnung ermöglichen kann, sollte aber trotzdem auch immer eine freundlich zugewandte Erzieherin vorhanden sein, die signalisiert, dass sie als Bindungspartner zur Verfügung steht.

Das Verhalten des Kindes legt anschließend fest, wie schnell die Eingewöhnung voran schreitet.
Ist es überfordert, kann dies trotz guter Bindung an die Erzieherin dazu führen, dass es sich nicht von den Eltern lösen wird und die Eingewöhnung Rückschritte macht.

Eine mögliche Lösung wäre dann, dass Eltern und Erzieherinnen im gemeinsamen Gespräch vereinbaren, den täglichen Aufenthalt mehrere Wochen lang auf wenige Stunden zu beschränken, um es langsam an den ungewohnten Alltag heran zu führen.

Timo (4)* geht schon seit einem Jahr in den Kindergarten. Morgens verabschiedet er sich nur widerwillig von seinen Eltern. Die Eingewöhnung verlief gut, aber er fand bisher noch keinen Freund, mit dem er spielen kann.
Häufig hält er sich in der Nähe von den Erwachsenen auf oder spielt alleine für sich in einer Ecke. Er ist bei den Erzieherinnen als sehr ruhig und unauffällig bekannt, obwohl er zuhause sehr aktiv und offen ist.

Hier stellt sich die Frage, ob das Kind bisher wirklich überhaupt eine tragfähige Bindung zu jemandem in der Einrichtung aufgebaut hat.

Dies kann in einem ruhigen Gespräch von Eltern und Erzieherinnen gemeinsam analysiert werden. Daraus lassen sich dann die nächsten Schritte, um dem Kind zu helfen, ableiten.

Manche Kinder sind z.B. von den ganzen neuen Eindrücken so überwältigt, dass sie im Alltag erst einmal sehr unabhängig scheinen und ins Spiel vertieft sind, ohne dass sie jedoch einen wirklichen Bezug zu den Menschen in der Einrichtung gefunden haben.

Dies zeigt sich dann teilweise erst nach einiger Zeit: Sie fühlen sich verlassen, wissen aber nicht, wie sie eine so dringend benötigte Bindung knüpfen können. Unsicherheit ist die Folge.

Hier sind die Erzieherinnen gefordert, noch präsenter als Bindungspartner für das Kind in Erscheinung zu treten. Denn nur eine gute, tragfähige Beziehung zu einer verlässlichen Bezugsperson gibt einem Kind die Sicherheit, um sich unbefangen auf eine Kindergruppe zu zu bewegen und so mit ihnen erste soziale Erfahrungen zu sammeln.

Der Erwachsene ist dabei der sichere Hafen, in den das Kind zurück kommen kann, und somit der Grundstein, der weitere Beziehungen (Freundschaft zu Kindern, Erkunden des Raumes und der ganzen Einrichtung) erst ermöglicht.

Samantha (5)* hat, seitdem sie im Kindergarten war, immer den Malraum gewählt, um sich morgens dort von ihren Eltern zu verabschieden. Wegen Personalmangel ist dieser nun eine Woche lang geschlossen. Sie ist verunsichert und hat plötzlich Probleme, sich morgens von Mama und Papa zu trennen.

Wenn sich ein Kind die ganze Zeit sehr an einen bestimmten Freund, Erzieher, Raum, an ein Kuscheltier, Spiel, Buch oder Ritual gebunden hat und ihm diese Bindung nicht mehr in der ihm bekannten Form zur Verfügung steht, kann das dazu führen, dass es verunsichert ist:
Der Freund ist krank oder hat sich einen anderen Spielpartner gesucht, der Erzieher hat Urlaub, ein Gruppenraum ist eine Zeit lang geschlossen und damit nicht zugänglich, sein Spielzeug ist verschwunden oder kaputt oder der Morgenkreis hat sich verändert – all dies kann dazu führen, dass einem Kind Sicherheit fehlt und es sich erst wieder auf die neue Begebenheit einstellen muss.

Diese Situation bietet eine wunderbare Chance: Das Kind kann durch ein Gespräch mit den Erwachsenen erfahren, dass diese seine Not sehen. Gemeinsam mit Erzieherinnen und Eltern kann es überlegen, was ihm nun helfen könnte.
Vielleicht ist das Ritual in alter oder ähnlicher Form wieder herstellbar?
Wenn nicht, dann wird eine neue Möglichkeit, Sicherheit zu fühlen, ausprobiert. Diese erweitert das Bewusstsein des Kindes, denn es erlangt eine zusätzliche Strategie, die ihm Halt gibt.

Fabian (3)* ist schon seit einem Jahr im Kindergarten. Er hat sich längst gut eingelebt und auch einen Freund gefunden, auf den er sich jeden Tag freut. Plötzlich aber möchte er nicht mehr in den Kindergarten. Die Eltern sind ratlos.

Manchmal verrät das Kind selbst, was es beschäftigt: im Rollenspiel oder einer Erzählung.
Eltern sollten ihm dabei allerdings KEINE Fragen stellen, die es in seiner Antwort beeinflussen könnten, das ist nicht zielführend!
„Hat dich der Benno wieder geärgert?“ sorgt meist nicht dafür, dass das Kind sich offenbart, sondern überfordert es und verleitet es vielleicht sogar dazu, diese mögliche Antwort als seine eigene Wahrheit zu übernehmen.

Ein Gespräch mit den ErzieherInnen kann zeigen, ob diesen etwas aufgefallen ist.
Gerade bei jungen Kindern ist aber aus Erwachsenensicht nicht immer erkennbar, warum diese aufgewühlt sind. Manchmal ist der Grund etwas, das wir Erwachsene nicht auf Anhieb begreifen, z.B. eine Zeile in einem Liedtext, die das Kind tagelang beschäftigt.

Eine Lösung, auch wenn weder Kind noch ErzieherInnen benennen können, was passiert ist, kann deshalb sein, sich mit ihnen darauf zu einigen, das Kind im Alltag für einige Zeit verstärkter „im Blick“ zu haben.

Diese erhöhte Präsenz der Betreuerinnen führt einerseits dazu, dass ihnen womöglich auffällt, welche Situationen für das Kind unangenehm sind, und andererseits wird das Kind sich auf jeden Fall vermehrt der Erwachsenen bewusst und fühlt sich dadurch gestärkt.

Sofia (6)* ist schon Jahre im Kindergarten. Sie mag die Erzieherinnen und hat viele Freundinnen. Dieses Jahr darf sie sogar am Vorschulprojekt teil nehmen, worauf sie sich schon lange freut.
Trotzdem möchte sie plötzlich nicht mehr in den Kindergarten gehen. Die Eltern erfahren im Gespräch mit den ErzieherInnen, dass es in der Mädchenclique zurzeit viele Reibereien gibt.

Manche Lebenssituationen sind für Kinder schwer auszuhalten. Gerade wenn Veränderungen anstehen oder etwas anders ist als bisher kann das belastend sein.

Es ist gut, wenn Eltern, deren Kind in solch einer Situation ist, die Chance sehen können, die ihm geboten wird: Es kann, wenn es Rückhalt und Unterstützung hat, Erfahrungen und Strategien sammeln, die es sein ganzes Leben lang stärken werden.

Im Kontakt mit den ErzieherInnen kann gemeinsam überlegt werden, ob und wie man das Thema bei den Kindern zur Sprache bringt und ihnen dabei hilft, die Situation zu bearbeiten.

Anton (4)* verhält sich seit einigen Wochen Zuhause ganz anders als sonst. Er ist sehr anhänglich, zeigt teilweise wieder kleinkindhaftes Verhalten.
Die Mutter, die schwanger ist, belastet das sehr. Nun will er noch nicht einmal mehr in den Kindergarten gehen. Dort fällt den ErzieherInnen auf, dass er schnell aggressiv wird und schreit oder weint, wenn ihn etwas frustriert.

An diesen Aspekt denken viele Eltern erst einmal gar nicht, obwohl er eine große Rolle spielt: Vieles, das sich im privaten Bereich verändert, wirkt sich auf das Verhalten des Kindes aus.

Es zeigt sich dann im Kindergarten anders als sonst oder hat „nur“ Mühe, sich morgens von den Eltern zu lösen.

Haben sich Arbeitszeiten verändert, sodass der Tagesablauf anders ist?
Steht eine Geschäftsreise an? Oder ein Urlaub?
Kommt bald Besuch? Oder ein Geschwisterchen?
Gibt es einen Krankheitsfall in der Familie oder eine Streitigkeit in der Partnerschaft?
Bekommt das Kind Backenzähne, hat es einen Wachstumsschub oder steht die nächste U-Untersuchung an?
Fühlt sich einer von den Elternteilen gerade traurig oder ärgert sich über irgendetwas?
Haben die Erwachsenen vielleicht gerade einfach Alltagsstress und das Gefühl, das Kind kommt zu kurz?
Oder steht gar die Trennung im Raum, auch wenn das Kind das eigentlich garnicht wissen kann?

Kinder haben feine Antennen – sie sind so sensibel, dass sie auf Veränderungen und Stimmungen reagieren, noch bevor wir Erwachsenen uns diesen überhaupt bewusst geworden sind.

Vermehrte Konflikte, in sich gekehrtes oder auch überschwängliches Verhalten können die Folge sein… ebenso wie morgendlicher Abschiedsschmerz.

Für das Kind ist es ganz wichtig, dass die Lage für es in Worte gefasst wird, seine Gefühle benannt werden und diese eine Berechtigung zugesprochen bekommen:

„Bist du gerade traurig, /wütend / …, weil XYZ passiert ist? Ich verstehe das. Das ist wirklich schade / ärgerlich / anstrengend / toll / aufregend, stimmt’s?“

Natürlich ist es förderlich, wenn die Erwachsenen eine belastende Situation zudem untereinander bearbeiten und eine Lösung suchen. Aber dies ist nicht immer bei allem möglich, und deshalb ist die (kindgerechte!) Transparenz und eine offene, einfühlsame Haltung der erste und wichtigste Schritt.

ErzieherInnen sind übrigens meist sehr dankbar, wenn Eltern sie über solch wichtige Veränderungen in der Lebenssituation eines Kindes informieren.
Es bietet ihnen die Möglichkeit, das Kind mit Materialimpulsen und Beziehungsangeboten spezieller zu unterstützen und so die Bewältigung der Lebenssituation zu fördern.

Die Situation von Leserkind (Alter unbekannt) passt nicht auf all das, was seine Eltern bisher in dem wunderbaren Artikel über Trennungsschmerz im Kindergarten gelesen haben.
Sie sind unsicher, was sie nun tun sollen. 

Natürlich gibt es zahlreiche Varianten problematischer Lebenssituationen, die in diesem Text nicht bedacht sind.
Aber es gibt auch einen anderen, viel simpleren Grund, warum ein Kind morgens Probleme hat, seine Eltern zu verabschieden:

Es mag sich einfach nicht von ihnen trennen, weil es sie lieb hat!


Ihr lieben Eltern,

stellt euch doch mal vor, ihr müsst euren Partner morgens verabschieden, weil er lange auf Geschäftsreise fährt… wie fühlt sich das an?
Seid ihr dann traurig und wollt am liebsten nicht, dass er geht?

Dann wisst ihr, wie es manchen Kindern am Morgen geht!
Ein Kind hat ein anderes Verständnis von Zeit als wir, es begreift „Später“ noch nicht wirklich, sondern lebt im „Jetzt“.

Außerdem ist es noch nicht so geübt im Abschied nehmen – das ist immer mit Wehmut verbunden, und diese spürt ein Kind manchmal besonders intensiv.

Bei Mama und Papa ist es schön. Im Kindergarten auch. Wieso sich von einem dieser Drei trennen?
Für ein Kind, das noch kein Verständnis für die Pflichten erwachsener Menschen hat, ist das nicht leicht zu verstehen – wenn nicht gar unmöglich.

Also zeigt es eine Reaktion, die auch wir Erwachsenen kennen, wenn wir uns von jemandem verabschieden müssen, den wir eigentlich bei uns behalten wollen: Das Kind weint und trauert. Vielleicht ist es auch frustriert und wütend, weil es die Notwendigkeit, „Tschüß“ zu sagen, nicht akzeptieren kann.

Gefühle wie Trauer, Wut und Frustration gehören zum Leben dazu.

Gesteht sie eurem Kind zu, ebenso wie ihr ihm Fröhlichkeit zugesteht, und begleitet es in seinem Gefühl.

Durch einfühlsames pädagogisches Personal, welches euer Kind in solch einer sensiblen Situation auffängt, kann es wachsen. Es entwickelt Strategien mit seiner Trauer umzugehen und kann diese dann auch in ähnlichen Situationen anwenden.

Diese Strategien helfen dem Kind, nicht seinen Gefühlen ausgeliefert zu sein. Es lernt mit Wut/Trauer/ Zorn und Frust umzugehen und kann sich danach freudig auf den restlichen Kindergartenalltag einlassen.

Ich wünsche euch alles Gute!

Luisa Marinelli

Bitte beachtet, dass es für die Situation eurer Familie auch Umstände geben kann, die außerhalb dessen liegen, was ich aufgelistet habe! Dies muss individuell beurteilt werden.


* Die Namen und Altersangaben sowie alle persönlichen Daten sind frei erfunden.

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Kategorie Betreuung, Elternschaft, Familienhilfe

Hallo! Ich heiße Luisa Marinelli, bin 30 Jahre alt und komme aus dem schönen Südhessen. Dort lebe ich mit meinem Lebensgefährten und unseren zwei Katern. Seit 2006 bin ich Erzieherin und im Kindergarten tätig. Dort arbeite ich bedürfnisorientiert und verschlinge in meiner Freizeit zahlreiche Literatur, um mich weiter zu bilden. Es ist mir wichtig, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und ein Miteinander zu leben, das auf gegenseitiger Achtung basiert. Seit einiger Zeit schreibe ich unter dem Namen "Luma Ri" über die bedürfnisorientierte Arbeit im Kindergarten - und nun auch hier, bei Mamagogik. Ich freue mich auf die Zeit mit euch! :)

14 Kommentare

  1. Pingback: Willkommen im Team, Luisa – Mamagogik

  2. Vielen Dank für diesen tollen Artikel, nun werde ich mich morgen bei der Abgabe ein kleines bisschen sicherer fühlen in meinem Vorgehen!

  3. Danke für diesen tollen Bericht. Gerade heute morgen habe ich mir die Frage gestellt, ob es wohl richtig ist meinen Sohn in den Kindergarten zu bringen obwohl er heute nicht möchte. Ich habe das Gefühl, dass es heute der richtige Weg wäre ihn zu bringen auch wenn ich es theoretisch nicht unbedingt müsste. Und bestärkt Durch Deinen Artikel werde ich versuchen ihn gleich liebevoll in seiner Trauer/ Frust zu begleiten.

    • Hallo Kat Inka,

      wenn du für dich das Gefühl hast, dass sein Bedürfnis auf diese Weise gestillt werden kann, und dort liebevolle Erzieherinnen auf ihn warten, die er gern mag, kann das durchaus der richtige Weg für euch sein 🙂

  4. Ichbin selbst mMama und erzieherin . Dein Beitrag gibt das wieder was ich auch sehe und erlebe. Täglich versuche ich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der kleinen Menschen einzugehen, und jedem muss man anders begegnen. 🙂

  5. Danke dir für diesen tollen artikel! Am ende steht doch das wichtigste: die liebe. Da musst ich mir glatt ein tränchen verdrücken..

  6. Liebe Luisa,
    Ich unterschreibe deinen Artikel voll und ganz. Ich finde es großartig wie du es schaffst die verschiedenen Sichtweisen (Kind – Eltern – Pädagoge) vereinen kannst.
    Was mir persönlich allerdings fehlt ist das Weinen aus Verzweiflung. Kinder die sehr früh in die Betreuung gegeben werden (bei uns hier üblich ist ab 1 Jahr) haben noch nicht das Vertrauen in die Welt, die Eltern, die Pädagogen. Sie haben Angst, wenn Mama/Papa weggehen und es in einer fremden Umgebung lassen. Sie brauchen MEHR als die Begleitung von Frust, Wut oder Trauer.
    Du hast es im letzten Teil angesprochen – das Kind trennt sich nicht gern, weil es seine Eltern mag – ich würde es noch etwas vehementer formulieren. „Das Kind hat Angst seine Eltern zu verlieren!“
    Das Urvertrauen muss enorm ausgeprägt sein und das Vertrauen zu den Pädagogen muss sehr gut aufgebaut sein, bevor ein Kind beim Veranschieden nicht mehr aus Verzweiflung sondern aus Trauer oder Wut weint. Ich glaube da ist nochmal ein großer Unterschied.

    • Liebe Steffi,

      dieses Thema habe ich mir schon für einen nächsten Artikel vorgemerkt 🙂 Hier hätte es leider den Rahmen gesprengt.

      Danke für deine Rückmeldung! <3

  7. Pingback: Fremdenhass (Teil 3) – Wie aus Kindern Durchschnittsbürger, Suchtkranke oder Extremisten werden – Mamagogik

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