Blogger Adventsgeschichte 2015 – Irgendwas mit Weihnachten

Kapitel 1: Frau Maus, Eika und das Zauberdingens

Ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte über den Winter, über Tiere und über Weihnachten. Wie das zusammenpasst, fragt ihr euch? Das werde ich euch erzählen. Also kuschelt euch unter eure Decke und macht es euch richtig bequem. Denn so warm wie bei euch, ist es nicht überall.

Schau aus dem Fenster, es ist schon Winter. Draussen ist es kalt und dunkel. 
In einem weit entfernten Wald, vorbei an vielen Bäumen, da raschelt es im Laub. Kannst du es hören?

Eine kleine Nase schiebt sich durch die Blätter und schnüffelt durch die Luft. Eine Schneeflocke setzt sich auf die Nasenspitze von Frau Maus. Sie schüttelt sich. „Puh ist das kalt“ denkt sie. „Und nun schneit es auch noch. Ob die Anderen das wohl schon bemerkt haben?“
Frau Maus wuselt sich durch die Blätterdecke. Sie huscht über Stock und über Stein. Sie kommt an eine Lichtung. Und weil hier keine Bäume stehen, wirft der Mond lange Schatten.

Mondnacht



Auf der Lichtung haben sich lauter Tiere versammelt. Hasen, Eichhörnchen, Rehe und Vögel. Alle Bewohner des Waldes sind da. Sie unterhalten sich aufgeregt.

„Ruhe! Ruhe! Jetzt seid doch mal ruhig!“ raunzt Willy das Wildschwein.

„Meine lieben Freunde, bitte hört mir zu. Wir haben uns heute hier versammelt, weil der Winter eingetroffen ist.“ sagt Herr Elch mit ruhiger Stimme.

Frau Maus ist immer noch ganz ausser Atem. „Es schneit, ihr Lieben! Es schneit bereits!“ piepst sie.
 Herr Elch macht einen besorgten Gesichtsausdruck.
„Ja, es schneit bereits. Und deswegen ist es wichtig dass wir nun alle zusammen arbeiten. Wir brauchen Futter um den Winter zu überstehen. Nur gemeinsam können wir genug finden, damit niemand von uns hungern muss.“

Malinius, der Mader mault: „Das ist total unfair! Der Bär frisst so viel mehr als ich!“ Und als Bjarne, der große Braunbär gerade zurück brüllen möchte, sagt Herr Elch ganz besonnen: „Lieber Malinius, dafür schläft er doch auch die meiste Zeit im Winter. Niemand soll hier hungern, alles wird gerecht verteilt.“ und er fügt hinzu: „Wir sammeln und suchen, so viel wie wir können. Im Wald und zur Not auch an den angrenzenden Dörfern. Und wir bringen es zu der großen Höhle, direkt an der alten Eiche. Und in ein paar Tagen werden wir ein großes Fest feiern. Dann wird das Futter gerecht verteilt. Aber bitte passt bis dahin gut auf euch auf. Die Menschen haben es nicht gern, wenn einige von uns in ihre Dörfer kommen.“
Er blickt in die Richtung des Wolfsrudels und auch die Wildschweinfamilie schaut er besorgt an.
Die Tiere grunzen und trällern, sie klopfen und stampfen. Alle sind bereit auf die Suche zu gehen.

Frau Maus huscht wieder über die Blätter, die auf dem Waldboden liegen. Doch diesmal ist sie nicht allein.
„Zum Glück bist du mit mir gekommen, Eika. Zu Zweit sucht es sich doch viel besser.“
Die Eichhörnchen-Dame kichert: „Ja, und vier Augen sehen besser als zwei!“
Und so eilen die beiden durch den Wald und finden mal hier und mal da ein paar Eicheln und Bucheckern.

Hütte im Wald

Nach einer Zeit kommen sie an das Stück des Waldes, an dem die Hütte vom Förster steht. „Ob wir hier vielleicht noch die ein oder andere Leckerei finden können? Was meinst du, Frau Maus?“ Eika schaut vorsichtig zur Hütte. Aus dem Schornstein raucht es und durch die Fenster scheint Licht. „Sicher.“ sagt Frau Maus „hier habe ich schon das ein oder andere leckere Stück Käse gefunden. Es lag einfach in einer großen Tonne, direkt hinter der Hütte. Lass uns schauen, ob wir etwas finden.“

An der Hütte angekommen liegt ein leckerer Duft in der Luft.
„Die Frau vom Förster hat sicherlich Kekse gebacken“ denkt Frau Maus, die mittlerweile versucht den großen, schweren Deckel von der grauen Tonne zu stoßen. Eika kommt ihr zur Hilfe. „Siehst du, noch ein Grund mehr, warum es toll ist, dass du mit gekommen bist.“ stellt Frau Maus fest.

Und während sie sich immer tiefer durch die Tonne wühlt, sitzt Eika auf dem Fensterbrett und schaut in die Hütte. 
„Frau Maus, bist du wirklich sicher, dass du da allein hinein willst?” fragt sie besorgt.

„Na klar, das ist gar kein Problem. Ich passe in die kleinsten Zwischenräume. Da würdest du nur stören.“ sagt sie beruhigend und schiebt mit ihrem Körper eine Dose zur Seite. 

„Die Menschen sind doch wirklich komisch, findest du nicht, Frau Maus? Die Förster-Frau steht in der Küche und schiebt ein Stück Holz über einen klebrigen Klumpen sodass er glatt wird. Und der Förster steckt einen abgesägten Baum in einen komischen Ständer. Frau Maus, weisst du, warum der Förster eine Tanne im Wohnzimmer stehen hat?“ fragt Eika neugierig.
„Nee, aber ich rieche glaub ich ein Stück Wurst!“ antwortet Frau Maus ganz aufgeregt. 


Sie wühlt sich vorbei an einer Bananenschale und einigen Plastikbehältern. Es muss doch irgendwo hier sein, denkt sie. Doch plötzlich bleibt sie wie angewurzelt stehen. Vor ihr blitzt und glänzt etwas. So etwas wunderschönes hat sie noch nie zuvor gesehen. Es ist rot und rund und es funkelt so sehr, dass sie sich darin sehen kann.
An diesem Ding ist eine Schlaufe, fast so, als könne man es irgendwo aufhängen. Sie packt die Schlaufe und zieht ihre Entdeckung an die Oberfläche. 

„Schau mal, was ich gefunden habe! Hast du jemals etwas so schönes gesehen?“ fragt Frau Maus ganz versunken.

„Naja, wie eine Wurst sieht das jedenfalls nicht aus.“ stellt das Eichhörnchen etwas enttäuscht fest. „Aber du hast recht, es sieht wirklich toll aus. Was könnte das nur sein und wofür könnte man es gebrauchen?“
Die beiden schauen sich ratlos an. Sie beschliessen die hübsche Kugel mitzunehmen, gleich nachdem Frau Maus die Wurst aus der Tonne geholt hat.

„Vielleicht ist es ja ein Zauber-Dingens und wir können uns etwas Tolles wünschen?“ sagt Eika ganz aufgeregt, als sie auf dem Weg zur Höhle sind.

„Und dann wirft der Förster es einfach weg? Nein, das glaube ich nicht. Auch wenn ich wirklich nicht weiß, warum er etwas so Wunderbares einfach wegwerfen konnte.“

„Na, die Wurst hat er auch einfach weggeworfen und die riecht auch einfach wunderbar.“ stellt Eika fest.


Und so grübeln die beiden noch eine ganze Weile weiter, während Frau Maus ihren glänzenden Schatz vorsichtig über den Boden zieht.

„Weißt du was? Wir fragen einfach den alten Dachs. Der muss doch wissen, was das hier ist. Er kennt die Menschen gut. Die Tiere im Wald sagen, er habe mal in einem Tierpark gelebt. Da waren Zäune und ständig Menschen, die ihn fütterten und immer wieder ansehen wollten. Wenn einer weiß, was das hier für ein Ding ist, dann er.“ plaudert die Eichhörnchen-Dame in die Richtung ihrer Freundin.

Frau Maus findet das sehr einleuchtend und die beiden beschließen dem alten Dachs einen Besuch abzustatten.

Morgen geht es weiter…

Blogger Adventsgeschichte 2015

Kapitel 2 findet ihr auf Birgit’s Blog muttis-blog.net

Kapitel 3 auf Munchkins Happy Place

Mit Kapitel 4 geht es auf Kiwi Mama

Das 5. Kapitel könnt ihr auf Zwergenzimmerchen

Zu Kapitel Nr. 6 findet ihr, indem ihr zu Öko Hippie Rabenmütter hopst

Bildrechte: stocksnap.io und Nathalie Hoffmann

Kategorie Archiv
Autor

Hi, mein Name ist Sarah, ich bin 30 Jahre alt und lebe als Sozialpädagogin mit meiner Tochter, unserem Labrador und meinem Partner in Heerlen/Niederlande. Ich habe Mamagogik 2014 ins Leben gerufen, weil ich es liebe zu schreiben, meine Gedanken mit anderen zu teilen und mich auszutauschen. In meiner Arbeit ist es mir wichtig die Stärken der Menschen zu sehen und ihnen auf gleicher Augenhöhe Respekt für ihre Situation aufzubringen.

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