Babyspielzeug DIY: Die Zauberbox

Seit die Milchschnute sich von der einen zur anderen Seite rollen kann, gibt es auf dem Wickeltisch immer wieder kleine Kämpfe um den Taschentuchspender. Mit einer großen Wonne zieht sie sich die einzelnen Taschentücher aus der Box und zerreisst sie, speichelt sie an oder bespricht sie nach Herzenslust.

Es gibt schlimmeres möchtet ihr wohl denken. Ja das denke ich auch.
Allerdings haben wir durch diese Herauszieh-Sucht einen exorbitanten Papierverbrauch und da ich ungern verschwenderisch lebe (es sei denn bei Schokolade und Weingummi, die können nicht genug an mich verschwendet werden!) habe ich nach einer Alternative gesucht, die die Interessen des Babys und meine, miteinander vereint. Unser erster Kompromiss sozusagen. Greenpeace wäre stolz auf uns.

Aus diesem Grunde habe ich hier ein super fixes DIY für euch:

Benötigtes Material

  • leere Taschentuch-Box (jetzt wird hier auch noch recycelt, ist das nicht der Wahnsinn?!)
  • Jongliertücher (gibt es sowohl bei Amazon, als auch bei ebay)
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Dieses DIY kommt ohne viel Material aus.

Außerdem wichtig

  • Ziehwütiges Baby
  • Mama mit Knoten-Kompetenzen

How to

Ich habe die letzte Taschentuch-Box einfach aufgehoben. In den Drogerien werden sie in schönen bunten Kinderdesigns verkauft. Wenn euch das DIY aber zu easy-peasy ist, könnt ihr sie jedoch noch kreativ verschönern – eurer Phantasie werden keine Grenzen gesetzt (Naja, seht nur zu, dass ihr den Schlitz nicht zuklebt, sonst lassen sich die Tücher so schlecht heraus ziehen ;-P)

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Jongliertücher an jeweils einem Ende miteinander verknoten, sodass aus den Tüchern eine lange Tuch-Reihe wird

Tüchern nach und nach in die Box stecken

Dem Baby überreichen

Schritt 2 und 3 alle naselang wiederholen

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Und obwohl es so einfach ist, macht es einen riesen Spaß

Ich habe im Online-Auktionshaus ein Paket Jongliertücher (auch Chiffontücher oder Rhythmiktücher genannt) für 5,85€ gekauft und habe 6 Stück bekommen. Diese 6 Tücher passen hervorragend in die Box, sind schön farbig und ganz leicht. Sicher kann man auch einfach Stoffreste nehmen.

Aus pädagogischer Sicht

Die Zauberbox eignet sich hervorragend, um deinem Baby die Möglichkeit zu geben, sich für eine kurze Weile allein zu beschäftigen (bereits ab dem 4. Monat). Ab diesem Alter ist es auch schon möglich das Baby abzulenken. So ist das Baby beschäftigt und du kannst seelenruhig wickeln oder Socken anziehen.

Für die Motorik ist die Zauberbox besonders interessant. Der Greifreflex wird beansprucht und dein Baby lernt damit die Hände nach einander zu benutzen, also umzugreifen.

Wenn dein Baby an dem Tuch zieht, erkennt es mit ca. 5 Monaten dass aus der Box ein weiteres Tuch kommt. Es erkennt also Ursache und Wirkung. Die Neugier kann dein Baby so bei Laune halten: Was passiert, wenn ich weiter daran ziehe?

Die Farben kann dein Baby bereits mit 4 Monaten unterscheiden, deswegen eigenen sich die Primärfarben auch so toll.
Aber auch die Art und Weise wie sich der Organza-Stoff anfühlt, dass er sehr leicht ist, er durchsichtig ist, spricht die Sinne an.

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Sie ist bei diesem Spielzeug sehr konzentriert und beschäftigt sich wirklich ausgiebig damit

Fazit

Wir haben die Zauberbox jetzt schon knapp 3 Monate und die Milchschnute findet sie immer noch Klasse. Sie zieht die Tücher hinaus, steckt sie sich in den Mund, legt sie sich auf das Gesicht und findet es toll damit gestreichelt zu werden. Aber auch die Box selbst ist sehr interessant. Sie dreht sie in jede Richtung und übt damit das Umgreifen.

Die Zauberbox ist also eine tolle Alternative und Ablenkung zur Taschentücher-Box, die jetzt nur noch von Mama und Papa gezupft wird.

 

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Kategorie Selbstgemacht
Autor

Hi, mein Name ist Sarah, ich bin 30 Jahre alt und lebe als Sozialpädagogin mit meiner Tochter, unserem Labrador und meinem Partner in Heerlen/Niederlande. Ich habe Mamagogik 2014 ins Leben gerufen, weil ich es liebe zu schreiben, meine Gedanken mit anderen zu teilen und mich auszutauschen. In meiner Arbeit ist es mir wichtig die Stärken der Menschen zu sehen und ihnen auf gleicher Augenhöhe Respekt für ihre Situation aufzubringen.

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