10 Tipps für einen stressfreien Babyschwimmkurs

Seit ein paar Wochen gehen wir nun zum Babyschwimmen und es macht der Milchschnute und mir wirklich Spass. Aber an diesem Tag ist nicht nur Planschvergügen angesagt, sondern auch absolutes Organisationstalent. Deshalb gibt es heute Tipps von mir, wie ihr stressfrei durch den Babyschwimmkurs kommt und Denkzettel zum ausdrucken:

Mehr als nur Fördern

Das Babyschwimmen ist gut für die Motorik eures Babys. Im Wasser können sie leichter Bewegungen einüben, da sie nicht, wie im Trockenen, mit der Schwerkraft zu kämpfen haben. Gerade wenn es um die Koordination von Armen und Beinen geht, die beispielsweise für das Krabbeln benötigt wird.
Laut Studien sollen Babys, die früh an das Wasser im Schwimmbecken gewöhnt werden, ein paar Jahre später weniger Schwierigkeiten beim Schwimmenlernen haben.

Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass der Babyschwimmkurs noch so viel mehr ist.
Es ist mittlerweile ein fester Mama-Baby-Termin geworden, der uns so gut tut. Die Milchschnute ist nämlich eine richtige Wasserratte. Sobald sie umgeben von Wasser ist, strahlt sie über beide Ohren, strampelt wie wild mit Armen und Beinen und lässt begeistert das Wasser spritzen. Zwischendurch nimmt sie einen großen Schluck aus dem Becken – leer getrunken hat sie es bisher noch nicht.
Die gemeinsamen Spielchen im Wasser schaffen aber auch eine neue Art von Vertrauensbasis.
Die Milchschnute wird im Kurs ständig mit neuen Erfahrungen konfrontiert und ich bin da, um sie zu begleiten. Ab und zu ist sie etwas unsicher und fixiert mich ganz genau, so als Rückversicherung dass alles in Ordnung ist. Für unsere Bindung ist das eine weitere tolle Chance zu wachsen.
Aber auch ich lerne bereits jetzt meinem Baby neue Dinge zu zutrauen. Loszulassen, wenn sie tauchen soll und auf meine Fähigkeiten zu vertrauen, wenn ich sie auffangen soll. Wir wachsen jede Stunde weiter über uns hinaus – gemeinsam.

Event-Management: Babyschwimmen

Als Mutter kennt ihr es sicher: ein fester Termin am Tag verlangt Organisationstalent und auch ein bisschen Improvisationsvermögen.
Ihr steht morgens gemeinsam auf und schon beginnt die Planung: das Baby wird gewaschen, angezogen, gefüttert und bei einem Blick auf die Uhr freut ihr euch, dass es zeitlich endlich mal passt und ihr glücklicher Weise rechtzeitig zum Termin kommen werdet. Und dann geht ihr an dem Spiegel vorbei und seht dass ihr selbst noch im Schlafanzug seid.
Gerade als frischgebackene Eltern brauchen wir Routine und das erfordert Übung. Meistens wissen wir erst, wie es besser laufen kann, wenn es zuvor einige Male in die Hose gegangen ist.

Und weil ich euch die Fehler ersparen möchte, die ich bei den ersten Malen gemacht habe, kommen hier meine Tipps fürs Babyschwimmen:

10 Tipps damit das Babyschwimmen kein Reinfall wird

Am einfachsten könnt ihr den Schwimmkurs meistern, wenn ihr eine zweite Person zur Begleitung mitnehmt. Das kann Oma oder Opa sein oder aber der andere Elternteil. Jedenfalls jemand der eurem Baby nah steht und es umziehen kann, wenn ihr mit euch selbst beschäftigt seid.

Wer allerdings diese Möglichkeit nicht hat, oder einfach die Herausforderung liebt, der sollte mit den folgenden Tipps gut bedient sein:

  1. packt die Tasche am Abend zuvor – auf die Schnelle, vielleicht mit weinendem Baby auf dem Arm ist es nämlich ziemlich wahrscheinlich dass etwas wichtiges Zuhause bleibt. 
Ihr lacht jetzt und denkt: „Quatsch, was die erzählt! Ich habe das Handtuch fürs Baby, die Schwimmwindel, Feuchttücher, eine Windel, einen Reserve-Body; alles ist da!“ Na ich halte euch ja auch nicht für völlig schusselig, aber zeigt mir doch mal wo eure Badeschlappen sind, oder eure Unterwasche wenn ihr den Badeanzug bereits drunter gezogen habt. HA! Meistens denken wir nämlich an alles was das Baby so benötigt, aber an unsere Sachen eben nicht. Ausserdem seht ihr so vielleicht noch rechtzeitig, wenn ihr noch etwas waschen müsst, was ihr fürs Babyschwimmen noch benötigt.
  2. Lasst das Baby vorher noch etwas essen und ausreichend schlafen – der Schwimmkurs ist nicht nur spassig sondern auch wirklich anstrengend. Deswegen werdet ihr eher gemeinsam Spass haben, wenn das Baby vorher gut versorgt ist. Aber bitte nicht direkt vor dem schwimmen füttern, sonst landet das Mittagessen womöglich im Schwimmbecken. Eine Stunde vor Beginn sollte euer Baby nichts mehr essen und davor so lange wie möglich schlafen, damit ihr beide ausgeruht seid.
  3. Sorgt für das leibliche Wohl – Schwimmen ist anstrengend und meistens haben die lieben Kleinen nach dem Gepansche eindeutig Hunger. Wenn ihr nicht (mehr) stillt, nehmt ein Fläschchen, einen Brei oder einen kleinen Snack mit. Denn nur ein sattes Baby ist nach dem Schwimmen ein zufriedenes Baby. Und denkt daran für euch etwas zu trinken mitzunehmen. Die Bewegung im Wasser macht durstig und ein Hieb aus dem Schwimmbecken sorgt nicht wirklich für einen guten Flüssigkeitshaushalt.
  4. Zieht euren Badeanzug oder Bikini bereits Zuhause an. Das erspart Arbeit und Zeit. In dem Schwimmbad ist es meistens sehr warm und das Baby hat einfach keine Lust so lange zu warten, wenn es dick eingepackt von draussen kommt.
  5. Nehmt den Babysafe und etwas zum Spielen mit – wenn euer Baby noch nicht selbstständig sitzen kann, solltet ihr die Babyschale mitnehmen damit ihr es abstellen könnt, während ihr euch umzieht. Und egal wie sehr ihr euch beeilt, euer Baby wird sicherlich keinen Spass haben zu warten, daher ist eine Beschäftigung mit dem Lieblingsspielzeug angesagt.

     

    BabyschwimmenBabysafe

    In der Babyschale kann euer Baby warten, bis ihr umgezogen seid

  6. Unkomplizierte Kleidung fürs Baby – wenn ihr aus dem Wasser kommt ist euer Baby müde und vielleicht auch wieder hungrig. Wenn ihr eurem Baby nun noch massig viel Kleidung anziehen müsst ist Stress direkt vorprogrammiert. Ein Einteiler, am besten mit Kapuze, macht euch und eurem Baby das Leben leichter. Windel drum, Body an und dann ab in den Overall – einfacher gehts nicht!
    BabyschwimmenEinteiler

    Wenn euer Baby unkomplizierte Kleidung trägt, ist es einfach stressfreier – für euch Beide

  7. Die Reihenfolge ist entscheidend – wenn ihr zum Kurs kommt, nehmt das Baby mit in den Umkleide, schält zuerst euch schnell aus euren Sachen und dann zieht ihr in Ruhe das Baby aus. Wenn der Kurs vorbei ist, werft euch ein Handtuch um und zieht zuerst das Baby an. So müsst ihr das nasse Baby nicht frieren lassen und macht eure Kleidung nicht nass, wenn ihr es durch das Schwimmbad tragt. Wenn euer Baby gut abgetrocknet und angezogen ist, schmeisst euch in eure Klamotten, das Baby ist meistens ungeduldig – euch bleibt nicht viel Zeit.
  8. Geduscht wird Zuhause – natürlich solltet ihr eurem Baby nach dem Schwimmen das Chlor vom Körper waschen. Wenn ihr allerdings alleine seid, wird das Handling etwas schwieriger. Ihr kommt nicht an jede Stelle heran, wenn es auf eurem Arm sitzt und mit Seife wird das Baby möglicherweise sehr glitschig. Also macht im Schwimmbad besser nur eine Katzenwäsche, das erspart Zeit und schont die Nerven.
  9. Immer schön über Wasser halten – wenn ihr selbst im Wasser seid, probiert die Haare trocken zu lassen. Wenn euer Baby nach dem Schwimmen nicht total fertig ist und direkt in der Babyschale einschläft, dann werdet ihr sicher nicht genügend Zeit haben, um euch ausgiebig zu stylen. Ausserdem gilt das einhändige Haare waschen mit Baby auf dem Arm als eine der Königsdisziplinen im Mama-Dasein. Überlegt euch also gut, ob ihr schon so weit seid.
  10. Alles kann, nichts muss – Ihr habt für den Kurs bezahlt (wahrscheinlich auch nicht wenig) und der Termin ist dadurch natürlich wirklich bindend. Macht euch und eurem Baby aber keinen Stress. Wenn ihr merkt, dass euer Baby heute nicht gut drauf ist, zwingt euch nicht dazu und lasst den Kurs ruhig einmal ausfallen. Wenn ihr bereits im Wasser seid und ihr merkt dass euer Baby heute besonders weinerlich ist oder friert, zögert nicht und brecht den Kurs auch ruhig etwas eher ab. Oder nehmt eine Auszeit und schaut den anderen nur zu. Ihr könnt nur gemeinsam Spass haben, wenn das Ganze ungezwungen ist und ihr euch beide wohl fühlt.

Ich habe euch hier noch einen Denkzettel gemacht, den ihr euch an die Wohnungstür, das Memo-Board oder sonst wo hinkleben könnt, damit ihr nichts vergesst:

BabyschwimmenDenkzettel

Hier sind die 10 Tipps noch einmal kurz und knapp als Denkzettel

Und nun wünsche ich euch ganz viel Badespass, ganz viel Gelassenheit und eine tolle Zeit zu Zweit im Wasser.

 

Ich hoffe meine Tipps helfen euch ein wenig und nehmen euch vielleicht den Organisationsstress aus diesem Termin.
Vielleicht habt ihr ja andere Erfahrungen gemacht, dann lasst es mich wissen. Oder ihr habt noch weitere Tipps und wollt uns eure Erfahrungen nicht vorenthalten. Habt ihr auch so einen Spass beim Babyschwimmen oder ist das gar nichts für euch? Ich freue mich über eure Kommentare.

Ähnliche Beiträge

Kategorie Elternschaft
Autor

Hi, mein Name ist Sarah, ich bin 30 Jahre alt und lebe als Sozialpädagogin mit meiner Tochter, unserem Labrador und meinem Partner in Heerlen/Niederlande. Ich habe Mamagogik 2014 ins Leben gerufen, weil ich es liebe zu schreiben, meine Gedanken mit anderen zu teilen und mich auszutauschen. In meiner Arbeit ist es mir wichtig die Stärken der Menschen zu sehen und ihnen auf gleicher Augenhöhe Respekt für ihre Situation aufzubringen.

9 Kommentare

  1. Hey Sarah,
    ich fiebere gerade unserem ersten Termin zum Babyschwimmen entgegen und habe deinen Beitrag mit Freude gelesen! Wir sind schon alle kleine Orga-Talente! 🙂

    Vielleicht hast du ja Lust und schaust auch mal auf meinem Blog vorbei, ich würde mich freuen von dir zu lesen!

    Kristina

  2. Hallo Sarah,
    letzte Woche waren mein Knirps (12Wochen alt) und ich das erste Mal beim Babyschwimmen. Alles lief prima, selbst das Plantschen haben wir fast bis zum Schluß geschafft mitzumachen. Doch als das erste Unbehagen eintrat und wir aus dem Wasser stiegen, ließ sich seine Stimmung nicht mehr aufhellen und ich verzettelte mich durch die plötzlich entstandene Unruhe und Hektik total…muuuuaaaahhh….Hilfe dachte ich.
    Nun habe ich sie von Dir bekommen in Form von sicher hilfreichen Tipps 😀 ich bin auf den kommenden Donnerstag gespannt-danke.
    LG Jasmin

    • Hallo Jasmin,
      schön dass du die Tipps hilfreich findest, ich hoffe sie bringen dir auch den nötigen Effekt. Sicher werdet ihr Beiden von Mal zu Mal routinierter und dann klappt es bestimmt ganz toll 😉
      LG und viel Spaß im Wasser

      Ps. Ich würde mich freuen von dir zu hören wie es lief 🙂

    • Hallo Thomas. Danke für deine Rückmeldung. Da freue ich mich sehr drüber. Ich wünsche dir und deinem Baby eine wundervolle Zeit beim Babyschwimmen. Lieben Gruß, Sarah

  3. Hey Sarah,
    ich fiebere gerade unserem ersten Termin zum Babyschwimmen entgegen und habe deinen Beitrag mit Freude gelesen! Wir sind schon alle kleine Orga-Talente! 🙂

    • Hui, dann wünsche ich euch aber viel Spaß. Es macht heute immer noch so viel Spaß. Auch wenn es immer noch etwas Timing und Organisationstalent braucht. Viel Spaß Gaby

  4. Danke für die Tipps! Wir gehen morgen das erste Mal zum Babyschwimmen, zum Glück kommt die Oma als Begleitperson mit. Dank des Merkzettels kann ja eigentlich nichts schiefgehen (ich wäre auch so eine, die die eigene Unterwäsche zu Hause liegen lässt …)

  5. Die Badeschlappen! Ha! Danke für die Tipps. Morgen geht es zum ersten Mal zum Schwimmen und ich hatte tatsächlich an einige deiner Tipps noch nicht gedacht. Danke für den schönen Artikel, macht Spaß ihn zu lesen. Lena

Kommentar verfassen