Die Auswahl der Geburtsklinik

Geburtsklinik

Da ich mich ja nun nur noch ca 16 Wochen vom errechneten Geburtstermin entfernt befinde, dachten wir, wäre es so langsam an der Zeit, die verschiedenen Krankenhäuser mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Auswahlkriterien für die Geburtsklinik

Zunächst habe ich mich mal gefragt, was mir denn wichtig an dem Krankenhaus ist:

  1. gute Erreichbarkeit – ich möchte die Möglichkeit haben, schnell vor Ort zu sein, wenn es los geht
  2. angenehme Atmosphäre – ich möchte mich auf der Station und im Kreissaal wohl fühlen
  3. Nettes Personal – soweit ich das einschätzen kann natürlich; es wird wohl dabei auf den ersten Eindruck ankommen
  4. kann ich eine Beleghebamme engagieren?- Sollte ich keine mitbringen können, ist es mir wichtig, dass sich genug Hebammen im Dienst befinden
  5. Stillfreundlichkeit der Klinik – ich möchte eine gute Anleitung beim Stillen erhalten und es sollten genügend Möglichkeiten vorhanden sein, sich zurück zu ziehen (falls die Zimmernachbarin Besuch bekommt) und es sollte immer frisches Obst und Getränke vorzufinden sein
  6. Verschiedenste Methoden der Schmerzlinderung – da ich leider noch nicht sagen kann, was bei mir helfen wird, möchte ich gern einige Möglichkeiten geboten bekommen und den Freiraum haben, alles mal auszuprobieren
  7. Besuchszeiten und Rückzugsorte – auf der einen Seite finde ich es wichtig, da meine Familie von weit her angereist kommen wird, nicht zu eingeschränkt zu werden, bzgl. der Besuchszeiten; im Umkehrschluss bedeutet es aber auch, dass ich die Möglichkeit haben möchte mich zurück zu ziehen, wenn die Zimmernachbarin zu mir ungelegenen Zeiten Besuch empfängt
  8. Begleitung durch die Familie bei der Geburt – Zur Zeit bin ich noch auf dem Stand, dass ich meine Mutter, neben dem Krümelinchenpapa, als Unterstützung gern dabei hätte; es sollte also gestattet sein, mehr als nur eine Person dabei haben zu dürfen

Fragenkatalog

Die Homepage 9monate.de hat eine Liste von Fragen entworfen, die man während des Infoabends in den Geburtskliniken stellen kann. Ich habe mir diese Liste ausgedruckt, da ich sie sehr hilfreich finde. Ihr könnt sie hier bekommen.

Besichtigung die Erste

Am Montag machten wir uns auf zum Ersten von drei Krankenhäusern in unserer Stadt. Da wir, wie bereits hier geschrieben, erst seit einem Jahr in unserer Wahlheimat leben, haben wir, glücklicherweise, bis jetzt noch keinerlei Erfahrungen mit den hiesigen Krankenhäusern gemacht.Das heißt wir müssen uns ein eigenes Bild machen und uns auf unser Bauchgefühl verlassen.
Das Montags-Krankenhaus ist ein evangelisches Hospital, welches ca. 15 Minuten Autofahrt von unserem Zuhause entfernt ist.

Die Parkplatzmöglichkeiten waren nicht all zu teuer und direkt vor dem überschaubaren Krankenhaus – Pluspunkte!
Wir liefen gemeinsam durch die Gänge, der Infoabend war ausgeschildert. Auf dem Weg konnten wir uns einen ersten Eindruck verschaffen: das Hospital schien in einem guten Zustand zu sein, es war hell und freundlichen eingerichtet und die Wege waren gut beschrieben- ebenfalls Pluspunkte!
Am Saaleingang wurden wir nett von der Hebamme begrüßt, die den Vortrag auch halten würde. Der Saal war schon gut gefüllt. Ich schätze mal es waren so an die 15 Paare in allen Altersklassen und Schwangerschaftsstadien.
Der Vortrag war sehr informativ und die Hebamme nicht nur nett, sondern auch humorvoll – Sympathiepunkte! Die Informationen waren differenziert, erschlugen uns aber auch nicht. Zwischendurch konnten immmer wieder Fragen gestellt werden.
Nach einer Stunde gab es dann eine kleine Pause, in der Getränke angeboten wurden und Infomaterial herausgegeben wurde.

Dann folgten wir der Hebamme im Gänsemarsch zur Wöchnerinnen-Station. Hier war es leider etwas sehr warm und stickig. Entweder lag es an der Menge der Menschen in dem schmalen Gang, oder die Station war nicht gut gelüftet. Da ich die Kleine Eule im Spätsommer zur Welt bringen werde, war dies leider ein Minuspunkt. Ich stelle es mir sehr unangenehm vor, wenn es so stickig ist.
Es gab ein Still-und Wickelzimmer, ein Stillbuffet rund um die Uhr und die Möglichkeit, die Babys auch einmal fpr kurze Zeit abzugeben, wenn man beispielsweise duschen gehen möchte. Außerdem gab es einen Aufenthaltsraum, in dem man Besuch empfangen kann oder man sich zurückziehen möchte.

Die Unterbringungerfolgt im 2-Bett-Zimmer. Diese waren hell und freundlich gestaltet, mit einem Balkon, was natürlich schon ein kleiner Luxus im Sommer ist. Also Pluspunkt!

Danach wurden wir zur Entbindungsstation geführt. Diese kann natürlich erst nach dem Anklingeln und der Anmeldung betreten werden. Auch hier war es einigermaßen warm, aber freundlich eingerichtet. Der Vorbereitungsraum und der Kreißsaal waren sehr gemütlich. Ander Decke wurde ein Sternenhimmel mit LED-Lichtern angedeutet und das Licht war sehr angenehm. Ich hab mich auf Anhieb wohl gefühlt, deshalb Pluspunkte!

Ich fand den Abend sehr interessant und ich habe mich gut aufgehoben gefühlt. Natürlich fehlt mir die Vergleichsmöglichkeit, allerdings lässt sie nicht lange auf sich warten: heute Abend schauen wir uns das nächste Krankenhaus an. Ich bin sehr gespannt und werde euch weiterhin auf dem Laufenden halten. Vielleicht mögt ihr mir ja auch erzählen, worauf es eurer Meinung nach ankommt, bei der Auswahl der richtigen Geburtsklinik.Geburtsklinik

 

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Kategorie Kolumnen, Schwangerschaft, Vorsorge
Autor

Hi, mein Name ist Sarah, ich bin 30 Jahre alt und lebe als Sozialpädagogin mit meiner Tochter, unserem Labrador und meinem Partner in Heerlen/Niederlande. Ich habe Mamagogik 2014 ins Leben gerufen, weil ich es liebe zu schreiben, meine Gedanken mit anderen zu teilen und mich auszutauschen. In meiner Arbeit ist es mir wichtig die Stärken der Menschen zu sehen und ihnen auf gleicher Augenhöhe Respekt für ihre Situation aufzubringen.

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